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Besichtigung

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Sehenswürdigkeiten

Wohin zuerst?

— Die Gassen der Innenstadt. Vor allem an den Markttagen sowie samstagvormittags ist hier der Bär los.

— Nationaldenkmal für die Nationalisten von Kerry: in der Denny Street, dem eleganten Boulevard, der auf das Ashe Memorial zuführt. Vom Kerry County jenen Helden gewidmet, die sich bei Aufständen gegen die Briten für die Befreiung ihres Vaterlandes stark gemacht hatten: 1798 die United Irishmen, 1803 Robert Emmet, 1848 Young Ireland, 1867 die Fenier. Man beachte die Zitate von Emmet, T. Mitchell, Allen, Larkin und O´Brian.

— Courthouse: Ashe Street. Werk von Richard Morrison aus dem 19. Jh mit Portal im ionischen Stil. Tafeln erinnern an Männer aus Kerry, die bei englischen Kolonisierungsunternehmen ums Leben kamen, so beim Krimkrieg von 1854 oder während des Aufstandes in Indien 1860.

— Stadtpark: nahe des Ashe Memorials. Sehr hübscher Rosengarten und ein Springbrunnen zu Ehren von William Mulchinnock, der die »Rose of Tralee« komponierte.

— Geraldine Tralee: Ashe Memorial Hall, am Ende der Denny Street. T. 277 77, Fax 274 44. Täglich 10-18h, sonntags nur 14-18h, im Juni, Juli und August sogar 10-20h Einlaß. Kinder und Studenten erhalten Preisermäßigung. Im altehrwürdigen und imponierenden Kerry County Council, das auch das Fremdenverkehrsamt birgt, ist dieses bemerkenswert gelungene Modell des mittelalterlichen Tralee untergebracht. Der Alltag des Stadtbewohners in historischer Zeit, die damals gängigen Berufe, die Wohnstuben und das gesellschaftliche Treiben erstehen – fast wie im richtigen Leben – vor unseren Augen wieder auf. Man sitzt in einem langsam dahinrollenden Wägelchen und beobachtet von Puppen gespielte wirklichkeitsgetreue Szenen, aufgepeppt durch besondere Effekte wie Licht und Schatten, Lärm, sogar Gerüche ... Zwei Riesenfliegen haben die Museumsmacher mit einer Klappe geschlagen: zum einen wurden, um größtmögliche historische Korrektheit zu erreichen, archäologische Studien bis in das letzte Detail betrieben – so bediente sich der Bildhauer Paddy O´Donnell, der das schöne Marktkreuz wiedererstellte, derselben Technik wie sein mittelalterlicher Vorgänger – und zum anderen sind die Rekonstruktionen selbst, die Puppen und die Ausstattung einfach mustergültig. Erwachsene und auch Kinder werden hier aus dem Staunen nicht herauskommen. Fremdsprachliche Erläuterungen. Sehr nette Cafeteria und Andenkenladen.

— Kingdom of Kerry: Ashe Memorial Hall. Einführung in die Geschichte der Grafschaft, zu der Geraldine Tralee noch hinzuzurechnen ist. Tonbildschau. Die königliche Schatzkammer birgt Objekte und Kleinodien, die das Nationalmuseum zur Verfügung gestellt hat und die hier in ihrem ursprünglichen historischen und geographischen Zusammenhang gezeigt werden. Auskünfte unter T. 277 77, Fax 274 44. Nur eine, für den gesamten Komplex gültige Eintrittskarte ist zu löse.

— Historische Dampflok-Eisenbahn von Tralee nach Blennerville. Von 1891-1952 donnerte das qualmende Ungetüm von Tralee nach Dingle. Heute besteigt man es in Tralee 50 m vom Hotel Brandon und verläßt es an der Windmühle von Blennerville. In der Regel verkehrt die Bahn vom 1. April bis zum 31. Oktober. Geringfügige Studentenermäßigung.

— Blennerville Windmill Visitor´s Centre: etwa 2 km von Tralee, an der Straße nach Dingle. T. 210 64 oder 213 44. Von März bis Oktober täglich von 9.30-18h zugänglich. Gut erhaltene Windmühle von 1800. Bei günstigem Wind, wird sie sogar mal angeworfen. Sie birgt eine interessante Ausstellung über die Geschichte der Windmühlen und der Mehlbereitung. Betroffen machen die Dokumente über die Auswanderung aus der Region. Erforscht wurde dieses finstere Kapitel von einer Gruppe Jugendlicher aus Tralee im Rahmen einer sozialpädagogischen Initiative. Allein die Zahlen sprechen für sich: von 1830-1845 verließen 1.807 Menschen Tralee, von 1846-1855, während der Großen Hungersnot, waren es 16.189, und von 1856-1861 immerhin noch 5.464. Im Ganzen kehrten also während dieser Jahre 63.100 Einwohner der Grafschaft Kerry den Rücken, um nach Amerika oder England auszuwandern. Das Museum plant, noch den Kai von Blennerville, den ersten Hafen Tralees im 18. Jh., und die »Jeanie Johnston«, eines der Schiffe, das Auswanderer beförderte, zu restaurieren. Stärkung im erquicklichen Coffee Shop, Einkaufsmöglichkeit im Craft Shop, wo auch verschiedene Andenken feilgeboten werden.

— Kanal von Blennerville: im Jahre 1846 gegraben, erlaubte er den Schiffen ein Vordringen bis Tralee, um dort Auswanderungswillige einzusammeln. Offenbar war die Auswanderungswelle nicht für jedermann eine Katastrophe. Die Übersee-Schiffsgesellschaften zogen daraus einen Riesengewinn: die berühmte Cunard, die Limerick Steamship Company, die New York and Philadelphia Steamship, die Allan Line, die Huntington Line und andere saßen in der Zeit wie die Maden im Speck. Ihre Agenten durchstreiften ganz Kerry auf der Suche nach Kundschaft. Heute laden die Dämme des stillgelegten Kanals zu gemächlichen Spaziergängen ein, an dem entlang man bis zum Meer wandern und die herrliche Landschaft in der Bucht von Tralee und auf der Halbinsel von Dingle genießen kann.