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Barcelona

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Barcelona

Junge venezolanische Künstler im Kulturhaus

Nach weiteren 40 km Richtung Osten erreicht man Barcelona, Hauptstadt des Bundesstaates Anzoátegui, 13 m über dem Meeresspiegel und 3 km hinter der Küste gelegen. Von Caracas benötigt der Bus etwa sechs Stunden. Wie der Name bereits erahnen läßt, gründeten Katalanen das einstige Dorf und nannten es nach ihrer Heimatstadt »Nueva Barcelona del Cerro Santo«. Auch das Nachbardorf »San Cristóbal de Cumanagota« ist eine Gründung der Katalanen. 1671 legte der Statthalter Cumanás die beiden Ortschaften unter dem Namen Barcelona aus militärisch-strategischen Erwägungen zusammen. In Barcelona stand die Wiege des Generals José Antonio Anzoátegui, der dort 1789 das Licht der Welt erblickte. Weil sich die Unare-Senke bis zum Meer erstreckt, trieben die Rinderfarmer ihre Herden von den Llanos bis nach Barcelona, von wo aus man das Fleisch während der Kolonialzeit nach den Niederländischen Antillen verschiffte.

Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten der heute auf rund 150.000 Einwohner angewachsenen Stadt befinden sich überwiegend westlich des Río Neverís: die Plaza Bolívar z.B., mitten im Altstadtzentrum, zwischen der turbulenten Avenida 5 de Julio und der Calle Maturín bzw. zwischen Calle Eulalia Buroz und Calle Ayacucho.

Gegenüber von der Plaza noch die Mauerreste des vom Anfang des 18. Jahrhunderts stammenden Franziskanerklosters, das Simón Bolívar zur Festung umbauen ließ, nachdem er die Mönche vertrieben hatte, die auf der Seite Spaniens standen. Das Kloster war Hauptschauplatz blutiger Schlachten im Befreiungskrieg. Obwohl das Volk es als Casa Fuerte bezeichnet, hielt es dem Angriff der Spanier letztlich nicht stand. Über tausend dort Zuflucht suchende Menschen fielen einem Massaker der Spanier zum Opfer.

Vier Häuserblocks südlich und zwei Häuserblocks östlich der Ruinen das Denkmal Generals Anzoátegui auf der ansprechenden Plaza Boyacá, die man nach einer von Bolívar befreiten Stadt im heutigen Kolumbien benannte (zwischen Calle San Carlos bzw. Calle Bolívar und Calle Juncal). An der Plaza auch die Kathedrale aus dem 17. Jh. mit einem neoklassizistischen Altar. Mehrere Erdbeben beschädigten das Gemäuer, so dass Arbeiter immer wieder Hand anlegen mußten.

An seiner Südflanke, in der Calle Juncal, das Volkskunstmuseum (Museo de la Tradición) mit religiöser und indianischer Kunst aus verschiedenen Jahrhunderten (geöffnet: Mo-Fr 9.00-12.00h und 15.00-18.00h, an Wochenenden nur vormittags).

Das Kulturhaus (Casa de la Cultura) ist in einem geräumigen Kolonialhaus untergebracht (Calle Juncal, Ecke Calle San Félix, zwei Häuserblocks in östlicher Richtung). Junge venezolanische Künstler präsentieren dort ihre Werke der Öffentlichkeit. Nach den musikalischen Veranstaltungen und Theateraufführungen muß man sich selbst erkundigen (geöffnet: täglich 9.00-12.00h und 15.00-19.00h).

In der Avenida San Carlos der tägliche Markt, auf dem neben Obst und Gemüse auch Hängematten, Korbwaren und Musikinstrumente angeboten werden.

Unterkünfte (Vorwahl: 095)

El Dorado Suites Hotel, Av. Principal de Mesones con calle 2, Tel. 274 95 27
Hotel Oriana, Av. Caracas, Tel. 2 76 11 66
Hotel Barcelona, Av. 5 de julio, Tel. 2 77 10 65
Hotel Canarias, Calle Bolívar Nº 5-113, Tel. 2 77 10 34
Hotel La Posada del Pescador, Barrio Sucre, Tel. 2 76 06 25
Hotel Neverí, Av. Fuerzas Armadas, Tel. 2 77 23 76
Hotel Tropical Suite, Av. Intercomunal, Las Garzas, Tel. 2 86 99 81

Mietwagen

Am südwestlich gelegenen Flughafen sind folgende Autovermieter vertreten:
AMIGO: Tel. 69 14 45
AVIS: Tel. 77 48 87
BUDGET: Tel. 77 13 25
HERTZ: Tel. 77 43 34
NATIONAL: Tel. 77 41 19

Weiterfahrt

Busterminal südlich der Altstadt, in der Avenida San Carlos. Pendelverkehr; nach Puerto La Cruz Abfahrt in der Avenida 5 de Julio.

Ausflugsziele nahe Barcelona

Nur 15 km südlich von Barcelona das Bergarbeiterstädtchen Naricual. Die Kohle transportiert eine Eisenbahn zum Hafen Guanta, nordöstlich von Puerto La Cruz. Eine Besichtigung des Kohlebergwerks erlaubt die Gesellschaft nur am Sonntagvormittag. Führungen beginnen um 7.00, 9.00 und 11.00h und ziehen sich knapp neunzig Minuten hin.

Barcelona und Puerto La Cruz verbindet die 11 km lange »Avenida Intercomunal« mit modernen Industrieanlagen und Wohnsiedlungen. Nördlich dieser Straße ragt die gebirgige Halbinsel El Morro empor, im Anschluß an die flache Zone »La Aquavilla«, die rund 20 km Kanäle durchziehen. Unmittelbar am Strand und zwischen den Kanälen die moderne Bettenhochburg der Superlative: »El Morro«, ein gigantischer Touristenkomplex, der auf 8 km2 nichts vermissen läßt. Ursprünglich sollten dort 2.000 Ferienhäuser, 1.500 Hütten, 40 Hotels und 35 Motels mit mehreren Golf- und Tennisplätzen sowie Einkaufszentren für 60.000 Urlauber entstehen. Weil den Investoren das Geld ausging, stellten sie bisher nur einen Teil des Komplexes fertig.

Auf halbem Weg der Avenida Intercomunal, in südlicher Richtung, der Sportkomplex Polideportivo einschließlich einer Stierkampfarena.Fehler! Textmarke nicht definiert. Nach dem Sportkomplex die Universität und kurz darauf rechts eine Abzweigung nach Rezuelos. Hinter der kleinen Dorfkirche führt eine Straße an der Schule vorbei bis zu einer Bergplattform mit weitem Ausblick auf El Morro und Puerto La Cruz.