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Kakao

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Criollo - Venezolanische Kostbarkeit

Kakaoanbau in Chuao

Trend geht zu exklusiven Kakaosorten

In längst vergangener Zeit war Kakao der venezolanische Exportschlager. Mittlerweile lief Erdöl der dunklen Leckerei längst den Rang ab, doch daneben handeln Venezueler noch immer damit. Freilich stellen sie keinen Billigkakao für Supermärkte her sondern eine der edelsten Sorten: Criollo. Dieser macht keine zehn Prozent auf dem Weltmarkt aus, während Forastero ungefähr 85 Prozent des Weltmarktanteils an Kakao deckt, steht bei Genießern aber hoch im Kurs. Die Bohne zählt zu den teuersten und seltensten weltweit; ihr würziger Geschmack erinnert an Johannisbeeren. Mit ihrer Kostbarkeit liegt sie voll im Trend, denn schließlich sucht man im Dschungel nach stetig neuen, exklusiven Kakaosorten.

Einer der wenigen Orte weltweit, an denen Criollo wächst, ist das venezolanische Chuao. Dort begann der Anbau im sechzehnten Jahrhundert, natürlich unter der Hand von Sklaven. Sie bewirtschafteten die Plantage eines Spaniers, dessen Nachkommen nun weiterhin Kakaobohnen anbauen. Alles in Handarbeit, denn Kenner sind der Meinung, dass maschinelle Helfe die Qualität des Kakaos minderte. So schuften die Arbeiter bei schwülem Wetter in Gesellschaft von Moskitos. Sie ernten die Schoten, brechen sie auf, entfernen die Bohnen, fermentieren sie gemeinsam mit dem Fruchtfleisch und trocknen sie schließlich.

25 Tonnen erwirtschaftet der 130 Hektar große Betrieb im Jahr. Ein Strauch trägt nach sieben Jahren die ersten erntefähigen Schoten; jährlich wird zwei bis drei Mal geerntet.

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