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Cefalù

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Cefalù (Vorwahl: 0921)

Entrückte Atmosphäre für Feinfühlige

Dieser alte Fischerhafen ist einmalig in Sizilien, eingeklemmt zwischen einem riesigen Felsbrocken und den Fluten. Stadt, Meer und Häuser scheinen sagen zu wollen: »Bitte nicht schubsen«. Die Griechen nannten dieses Städtchen Cephaloedium, weil sie davon überzeugt waren, der Felsen weise die Form eines Menschenkopfes auf. Wir können das beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Ein wunderbarer Zauber geht von dieser Stadt aus, die man mit Leichtigkeit in ein paar Stunden nach allen Himmelsrichtungen durchmißt. Vor allem nachts stellt sich eine einzigartige Atmosphäre ein, wenn in den schwach erleuchteten Straßen das Spiel des Schattens jede Fischerhütte in einen kleinen Palast verwandelt. Ein Schauspiel der besonderen Art.

An Cefalùs herrlichem Sandstrand zu Baden, ist wegen der unberechenbaren Meereströmungen nicht ungefährlich. Trösten wir uns mit der lebendigen Altstadt, die sich einen Hauch von Ursprünglichkeit bewahren konnte. Natürlich alles fremdenverkehrsmäßig voll erschlossen und vor allem an Wochenenden hoffnungslos verstopft - daher besser unter der Woche hier vorbeischauen. In der Hochsaison verwandelt sich der Strand in eine Müllkippe; man könnte meinen, Urlauber und Einwohner leerten hier regelmäßig ihre Müllsäcke.

Anfahrt

  • Mit dem Zug: von Palermo eine Stunde Fahrt, von Messina zweidreiviertel Stunden; Bahnreise auch von Agrigent und von Enna aus möglich, über Termini Imerese, den innersizilianischen Bahnknotenpunkt.
  • Busse: von Messina aus Fehlanzeige, da die Straße zu eng und kurvig ist. Von Palermo aus zwei Busse pro Tag; eine Stunde Fahrt.
  • Mit dem Auto: von Palermo und Enna Autobahnen A 19 und A 20. Von Messina hingegen nur bis Sant´Agata di Militello auf der A 20, dann auf der Nationalstraße weiter, die sich zusehens verengt. In der Woche rattern hier eine Menge Laster durch: schnelle Reflexe und gute Nerven mitbringen. Besonders nachts nicht ungefährlich.

    Tragflügelboot-Verbindungen zu den Äolischen Inseln

    Im Sommer drei Aliscafi pro Woche. Morgens geht´s los, und am Abend desselben Tages kann man die Rückfahrt antreten. Wen das schöne Geld für die Schiffskarten reut, der weiche nach Milazzo aus, wo das Übersetzen merklich günstiger ist.