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Lucca

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Ein zum Fürstentum gemauserter Kleinstaat

Luccas ganz besondere Faszination

Eine der verkannten italienischen Städte, dabei geht von Lucca eine ganz besondere Faszination aus. Sicher ist diese weniger spektakulär als in Pisa aber ein solches Maß an architektonischer Homogenität, Beschaulichkeit und unverwechselbarer Ausstrahlung findet man in dieser Kombination auch in Italien nur noch selten. Seit dem 11. Jh. war Lucca für seine Seidenstoffe bekannt, die weltweit exportiert wurden. Daher auch der Reichtum an hübschen Kirchen und Palästen. Geschützt von seinen rosafarbenen Stadtmauern aus dem 17. Jh., bewahrte es jahrhundertelang seine Unabhängigkeit ... und verschont unsereins heute vor lästigem Autoverkehr: Gassen und Plätze sind Fußgängern vorbehalten und daher frei von Gestank und Lärm. Napoleon formte aus dem Kleinstaat kurzerhand ein Fürstentum, das er seiner Schwester Elisa schenkte.

In Lucca muß Musik in der Luft liegen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass hier gleich drei bedeutende Komponisten das Licht der Welt erblickten: Luigi Boccherini (1743-1805), Alfredo Catalani (1854-1893 von ihm stammt die hitverdächtige Arie aus dem Film J.J. Beneix´ »Diva«) und Giacomo Puccini (1858-1924). Im Sommer locken klassische Konzerte und Literaturwettbewerbe zahlreiche Musenfreunde an.

Anreise

Nach Lucca bestehen Zugverbindungen von Pisa und Florenz. Etliche Busse auch nach Viareggio - für einen erfrischenden Sprung ins Meer - und nach Pisa. Autofahrern legen wir nahe, ihr Gefährt kostenlos außerhalb der Mauern abzustellen. Innerhalb der Stadtmauern kommt Parken einem Glücksspiel gleich, und die wenigen gebührenpflichtigen Parkplätze wie der auf der Piazza Napoleone sind meist besetzt.

Hilfreiche Adressen

Verkehrsbüro: Via Veneto 40, Nähe Piazza Napoleone; T. 49 36 39. Auskünfte Montag bis Samstag von 9-12h und von 15.30-18h. Erweist sich nicht nur wegen des farbigen Stadtplans als nützliche Anlaufstelle. Weiteres Büro zwischen der Piazzale Verdi und der Piazza San Donato, gleich hinter der Porta Vittorio Emanuele auf der linken Seite, wenn man von Genua kommt. Geöffnet von 9-20h während der Hochsaison. Wechselstube von Montag bis Samstag 9-13 und 15-19h besetzt. Steht dem anderen Büro in nichts nach und hält ebenfalls einen Stadtplan parat.
Hauptpost: Via Vallisneri, neben der Piazza San Martino.
Telefonieren: Via San Paolino 22; Schalter auch samstagmorgens geöffnet.
Banca de America e d´Italia: Via Filungo. Nützlich für Besitzer einer VISA-Card.