Machen wir ein Buch?

Reise, Sachbuch, Belletristik ...?
Alle interessanten Themen;
alles was bewegt.

Hier geht´s weiter!

Ravenna

Body: 

Schüchterne Stadt mit verstecktem Charm

Industriestadt mit Geschichte

Auf den ersten Blick keine spektakuläre Schönheit, geschweige denn von jener Faszination wie Venedig, Florenz, Ferrara oder der Nachbarstadt Bologna. Ravenna wirkt eher platt, architektonisch wenig homogen, und tut sich anfangs schwer, die Zuneigung seiner Besucher zu erobern. Nur schrittchenweise rückt die Industriestadt ihre Wunder heraus, namentlich die prachtvollen Mosaike, die in Italien wohl ihresgleichen suchen.

Abstecher in die Geschichte

Ravenna erlebte gleich drei goldene Zeitalter: im zweiten vorchristlichen Jahrhundert, als ihm Kaiser Augustus die Funktion eines bedeutenden Mittelmeerhafens zudachte; im 5. Jh., als es zur neuen Hauptstadt des Weströmischen Reiches avancierte; und schließlich unter Byzanz, vom 6.-8. Jh. Damals legte sich Ravenna noch mal einige prächtige Bauwerke zu, bevor es in die Hände der Barbaren fiel. Das sind wir ja wieder ...

Im 15. Jh. geriet die Stadt unter die Fuchtel Venedigs, später dann ins Fahrwasser des Kirchenstaats, um darauf in einen langen Dornröschenschlaf zu versinken. Diesem Umstand verdanken wir heute übrigens, dass Sant´Vitale und die beiden Sant´Appolinare so gut wie unbeschadet die Zeiten überdauert haben.

Warum Ravenna längst zu den bedeutendsten Industriestädten Italiens zählt? Nun, ausgelöst wurde die Industrialisierung in den fünfziger Jahren, als nördlich der Stadt Methanvorkommen entdeckt wurden. Damals hielt die Petrochemie Einzug. Zum Glück halten sich die Fabriken eher im Hintergrund und verleiden uns nicht den gemächlichen Bummel durch Geschichte und Mosaikkunst, zu dem wir jetzt einladen möchten ...

Hilfreiche Adressen

Verkehrsbüro: Via Salara 8-12; in der Stadtmitte; T. 354 04; während der Hauptreisezeit täglich von 8.30-13h und von 15-18h besetzt.
Postamt: Piazza Garibaldi 1.
Bahnhof (Ferrovie dello Stato): Viale Stazione , T. 228 16. Keine Schließfächer, weshalb man seine Siebensachen in der Gepäckaufbewahrung deponieren muß. Die schließt allerdings über Mittag und über Nacht.
Telefon (SIP): Via Rasponi, Nähe Piazza XX Settembre; tägl. 8.30-21.30h.