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Sehenswert

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Unterwegs in Thibodaux

Universitätsstadt mit Charme

  • Laurel Valley Village: 6 Meilen östl. der Innenstadt. Anfahrt über die LA 308 nach Süden, dann gleich nach dem General Store den ungeteerten Weg links nehmen. T. 447-7352. Freier Eintritt. Es handelt sich um eine erstaunliche Siedlung, angelegt um eine bedeutende Zuckerraffinerie des letzten Jahrhunderts und umgeben von Zuckerrohrfeldern.

    Die Reihen Dutzender von verlasssenen Hütten aus Zypressenholz verleihen der Siedlung den Charakter einer Geisterstadt, fast verschlungen von der Vegetation. Als Zeuge einer untergegangenen Zeit hat der Ort den Zauber des alten Südens bewahrt. Laurel Valley, das sogar eine eigene Eisenbahn besaß, hatte seine Blütezeit Ende des letzten Jahrhunderts, bevor es im Industriezeitalter in Vergessenheit geriet. Weitere Überbleibsel aus der Zeit: die durch Orkane gebeutelte Raffinerie, eine winzige Schule, ein Ladekran, eine Schmiede und eine Küferei, ein Stall, eine Scheune, eine Herberge für Wanderarbeiter und vor allem die Sklavenunterkünfte, etwas erhöht und alle nach dem selben Muster.

    Der Ort steht unter Denkmalschutz, und Renovierungsarbeiten wurden erst kürzlich begonnen. An einigen Stellen wegen etwaiger Spitzbuben in dem unübersichtlichen Gelände besser gut aufpassen, aber am See läßt´s sich ohne Schwierigkeiten spazierengehen. Bukolische Stimmung mit einem Hauch Wehmut ist zugesichert.
  • St. John´s Church: 718 Jackson St., Ecke 7th Street. Älteste Bischofskirche westlich des Mississippis, errichtet 1844 durch den Bischof der Konföderierten, also der Südstaatler. Bemerkenswerte Bauweise mit großen Fenstern und Fensterläden, eher einem Wohnhaus als einer Kirche angemessen. Dahinter ein schöner, baumgesäumter Friedhof mit den Grabmalen einiger Persönlichkeiten aus der lousianischen Geschichte.
  • St. Joseph´s Cathedral: an der Ecke Canal Bd und 7th Street. Ihre merkwürdigen Ziegeltürme sind leicht erkennbar. Sehenswert wegen der Fenster, der Wandmalereien und seiner Fensterrose.
  • Court House: Ecke 2nd und Green Street nahe Chamber of Commerce. Aus dem 19. Jh. stammend, fällt es durch seine kupfergedeckten Kuppeln auf.
  • Nicholson State University: LA 1 nach Audubon Ave den Bayou entlang Richtung New Orleans. T. 446-8111. Museum geöffnet von 8-16.30 h abgesehen vom Wochenende und den Uniferien. Zu einem Spaziergang einladender parkähnlicher Campus. Im Erdgeschoß der Bibliothek eine kulturgeschichtliche Ausstellung über die Gegend und in der Archivabteilung eine Darstellung der Bootsbaukunst Lousiannas. Im Auditorium kommen jeden Monat Theaterstücke auf die Bühne.
  • Den Canal Boulevard säumen einige Häuser im Renaissancestil mit Galerien.

    Unterwegs im Bayou

    Von der Bevölkerung etwas schwülstig »Längste Straße der Welt« genannt, beschert der Bayou Lafourche dennoch einige Überraschungen. Der gleichnamige romantische Fluß entspringt in Mississippi und ergießt sich 100 Meilen südlich in den Golf von Mexico. In die Zange genommen von der LA 1 und der LA 308 kann man dem Lauf folgen, immer auf einer Höhe mit den Booten – ein eindrucksvolles Schauspiel. Bei genügend Zeit folge man der LA 1 bis zum Ende: eine Riesenbrücke verbindet den letzten Landzipfel mit der Grand Isle, einem an die Antillen erinnernden Staatspark mit weiten Sandstränden, Palmen und einer warmen Strömung. Natürlich der Lieblingsort aller Jugendlicher der Gegend, aber noch keine ausländischen Touristen. Also los! Zeltplätze sind vorhanden.

    Ansonsten reihen sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten zwischen Thiboux und Port Fourchon an der Südspitze von Lafourche Parish, dem Verwaltungsort des Bayous:

    Chatchie Plantation (kreol. Hütten aus dem 19. Jh.), South Coast Sugar (Raffinerie an der LA 3199, geöffnet nur im Winter), Golden Ranch Plantation (bei Gheens an der 654, sehenswert die Sklavenhütten aus Ziegelsteinen und die Zuckermühle) und die Petit Caporal, nahe Golden Meadows, der älteste Garnelenfänger Lousianans.

    Nach Leaville ist Port Fourchon erreicht, Mittelpunkt der Fischerei und umgeben von wilden Stränden.