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Essen & Trinken

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Hungrig und durstig?

Restaurants und Bars in Sao Paolo

Unzählige, über das ganze Stadtgebiet verteilte Restaurants lassen niemanden verhungern, garantieren teilweise sogar für besondere Gaumenfreuden. Sowohl was die Preise (normalerweise moderat), als auch was die Vielfalt der Kochkunst unterschiedlicher Volksgruppen angeht, wird man die Qual der Wahl haben.

In der Stadtmitte

Restaurants und Kneipen en masse in der Rua 7 de Abril, wo die Paulistas mit Freunden schnell etwas im Stehen nach Büroschluß verspeisen. In der Chopperia Sansao ist immer der Bär los. Grelle Neonröhren und laute Musik.
Bar Karaokê:Rua Henrique Shaumann 215. Bar etwas abseits der Stadtmitte; ist im Moment sehr »in«. Das Geheimnis des Karaokê schnell erläutert: hier tritt der Zuschauer aus dem Publikum auf, schnappt sich das Mikrophon und trällert ein Lied. Das Ergebnis ist oft sehr lustig. Die Getränkepreise sind für unsere Begriffe ein wenig zu hoch gegriffen.

Im Consolaçao-Viertel

Famiglia Mancini: Rua Avanhandara 81 (am gebogenen Teilstück zwischen der Rua Alvaro und der Rua Martinho Prado); Tel. 256-43-20. Eine der Spitzenadressen in der Stadtmitte. Italienisches Restaurant mit mehreren gemütlichen Räumen. Ein Foto der »famiglia« – vom Baby bis zum zahnlosen Greis – ist auf der Karte abgebildet. Sowohl Dekor als auch Küche beweisen gastronomische Sorgfalt, und die Portionen sind reichlich bemessen. Was die Vorspeise angeht, so wähle man zwischen einer Vielzahl von Zubereitungen und läßt jene dann abwiegen. Die Gerichte sind sehr reichhaltig. Kehrt man zu dritt ein, so wird einem niemand böse sein, wenn man nur zwei Portionen ordert. Viele bekannte Persönlichkeiten haben hier schon gespeist. Bis morgens um 3 Uhr schwingt das Küchenpersonal den Kochlöffel.

Neben dem Famiglia Mancini das Gigetto: klassischer, aber genauso empfehlenswert. Pflegt, wie der Name ahnen läßt, die italienische Küche.
Boi na Brasa: Rua Marqués de Itu, Ecke Rua Bento Freitas. Tel. 223-61-62. Dreihundert Meter westlich der Praça da República. Dient Transvestiten abends als Treffpunkt. Korrekte Gerichte und moderate Preise. Abends probiere man das »T-bone-Steak« sowie die Fischgerichte (Bacalhau). Achtung: Fleisch wird ohne Beilage gereicht. Mittwochs und samstags serviert man hier eine schmackhafte Feijoada (traditionelles Bohnengericht).

Entlang der Rua Augusta finden sich nette Kneipen und andere, teils zweifelhafe Schuppen, zuhauf.

Vornehmer

Pirandello: Rua Augusta 311. Die breite Geschäftsstraße erstreckt sich von der Praça F.D. Roosevelt bis zur Av. Paulista. Von 20 bis 5 Uhr geöffnet, montags Ruhetag. Recht gediegenes Restaurant in einem hübschen Haus. Besonders nach kulturellen Veranstaltungen von Künstlern, Journalisten und Intellektuellen besucht. Für die internationale Küche muß man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Speisen sind nach Berühmtheiten benannt. Jeden Monat werden neue Gemälde ausgestellt. In derselben Straße weitere Pizzerias und Restaurants.

In Bixiga

Es handelt sich hierbei um unser Lieblingsviertel. Man kommt her, um sich mit Gleichgesonnenen zu treffen. Abends und an Wochenenden strömt in diesem Viertel die Jugend zusammen und verbreitet eine geradezu dörfliche Stimmung. Die Jugendlichen trinken, an ihre Autos angelehnt, einige Bierchen. Man kleidet sich im italienischen Stil, spricht portugiesisch und zieht wie in den Staaten von Kneipe zu Kneipe. Unzählige lockere, nette Restaurants und Kneipen. Am Wochenende unterhält in jeder Bar eine Band das Publikum. Wahrscheinlich verbringen unsere Leser hier einen der gelungensten Abende in Sao Paulo.
Cantina Montechiaro: Rua Santo António 844. Volkstümliches italienisches Restaurant. Der Speisesaal kommt ganz nüchtern daher, garantiert aber für eine gemütliche Atmosphäre. Von 11.30 bis 3.30 Uhr werden Riesenportionen aufgefahren, z.B. leckere Spaghetti mit Meeresfrüchten oder Ziegenbraten. Freundliche Bedienung.

Vis-à-vis die etwas schickere Cantina Cacciatore.

In der Rua 13 de Maio und der Rua Rui Barbosa finden Hungrige ausgezeichnete Pizzerien zuhauf. Stets gut aufgelegtes Personal; abends oft Musikgruppen. Normalerweise ordert man zu zweit eine Pizza. Man wird schnell merken, dass diese hier mit unseren europäischen wenig gemein haben.
Café do Bixiga: Rua 13 de Maio 76. Die Leute trinken hier in einem jugendlichen Ambiente Atmosphäre ihr Bierchen.

In der Rua 13 de Maio 134 befindet sich eine Westernbar, abends mit Musikprogramm. Es wird Eintritt verlangt.
Bar-Café Soçaite:zwischen der Rua 13 Maio und der Rua Santo Antônio. Treffpunkt von Studenten und allerlei Jungvolk, die wegen der Cocktails und der Caipirinha de pinga hier einfallen. Dekor und Beleuchtung begünstigen die gemütliche Atmosphäre. Kleiner, angenehmer Mezzanin. Am Wochenende spielen Musiker aus der Gegend auf der winzigen Tanzfläche zum Tanz auf. »Soçaite« ist übrigens das phonetische Äquivalent zum englischen Wort »society«. Das klingt eben schicker als »nur« Sociedade.

Eine Note vornehmer

Bassi: Rua 13 de Maio 334. Snobistisch angehauchtes Restaurant für unsere Schickimickies. Riesige und schmackhafte T-bones (900 gr.). Am Wochenende stets hoffnungslos überfüllt. An jenen Tagen, da der Zulauf besonders hoch ist, sucht sich sogar ein Türsteher die Nasen aus, die ihm behagen. Klar, die Preise sind gepfeffert, doch alle Karnivoren werden nicht enttäuscht sein. Die Köche des Hauses präsentieren selbst im Fernsehen Fleischrezepte ... von Bassi.