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Kirche & Theater

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Erhalt von klassischer Bauweise

Mut und Trostspender für Spanier

Basilika Nuestra Senora del Pilar

Calle Nuestra Señora del Pilar, 50003 Zaragoza


Das eigentliche Wahrzeichen Zaragozas, die Kathedrale, taucht schon von weitem am Flussufer auf. Sie umgibt ein Riesenplatz ohne Autoverkehr, der Plaza de las Catedrales, von dessen Seiten man überall einen freien Blick auf dieses prächtige, äußerst gepflegte Bauwerk genießt. Während Kinder die vielen Tauben jagen, wagen Eltern einen Blick hinein. Auch innen alles in hervorragendem Zustand, barocke und klassizistische Arbeiten. Besucher laufen durch drei von insgesamt sieben Bogenreihen unterbrochene Kirchenschiffe. Zaragoza gilt als Wiege der Christenheit und der Marienanbetung. Der Legende nach kam die Jungfrau Maria vor ihrer Himmelfahrt nach Zaragoza, um dem Apostel Jakobus (Santiago) Mut und Trost zu spenden, als er den ersten Bekehrten an den Ufern des Ebros das Evangelium predigte. Die Verbindung zwischen Zaragoza und Santiago de Compostela verdeutlicht daher der Jakobsweg, der die Gläubigen nach Spanien führt und ihnen in Zaragoza Gelegenheit gibt, die Muttergottes Nuestra Senora del Pilar anzubeten sowie die Reichtümer einer zweitausend Jahre alten Geschichte zu betrachten. Die Kirche gehört tatsächlich zu den schönsten Spaniens. Der Bau der Basilica del Pilar begann im 17. Jh., doch die Türme wurden erst Mitte des 20. Jhs vollendet.


Auf der rechten Seite des Platzes ein architektonisch interessanter Brunnen, bei dem sich über eine Schräge Wassermassen ergießen.


Zur Pause bietet sich eins der gastronomisch nicht besonders hochwertigen, aber ordentlichen Restaurants mit Blick auf die Basilica an. Während der Karwoche, wenn die Stadt in Prozessionen dem Leiden Christi gedenkt, herrscht in der Stadt Gedränge, für Kinder viel zu eng. Sehr sehenswert, aber eher nicht für Familien mit kleinen Kindern. Die Karwoche, ein Fest von nationalem touristischem Interesse, blickt auf eine Geschichte von 700 Jahren zurück. Über 3000 Trommeln finden in der Woche bei etwa 53 Prozessionen Einsatz, die größte Anzahl
dieser Instrumente in ganz Spanien.


Aus der maurischen Epoche sind Stücke der Mauer am Ebro erhalten, ebenso bedeutende Reste des Forums, des Theaters, des Hafens und der öffentlichen Thermen. Bei einem Spaziergang durch die Straßen achte man auf die meist wunderschönen Gebäude Zaragozas, mit schön verzierten Balkonen, Wintergärten und Stuck. Gepflegte historische Bauten und ganz moderne wechseln sich ab. Den mittelalterlichen Teil der Metropole bildet die Altstadt mit ihren engen, verwobenen Gassen, in denen Menschen über zwei Jahrtausende zusammenlebten. Daneben hat sich eine rationale Stadtbauweise gebildet, mit wunderschönen Parkanlagen aber modernen Häuserblöcken aufgrund des erheblichen Bevölkerungszuwachses seit 1900: Die Zahl der Einwohner hat sich mehr als versechsfacht.

Amphitheater

Eines der größten der Hispania Romana, mit Platz für etwa 6.000 Zuschauer. Bedeutungsvoll angesichts der Tatsache, dass Caesaraugusta damals 18.000 Einwohner hatte. In der Innenstadt gelegen, ziert das Theater zum Schutz vor Umwelteinflüssen inzwischen ein gläsernes Dach.