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Teil 1

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Fisherman´s Wharf und Golden Gate

Teil 1

  • Ghirardelli Square: North Point und Larkin St. Domingo Ghirardelli, in der italienischen Stadt Rapallo geboren, begann hier 1850, zur Zeit des Goldrausches, seine Schokoladenfabrikation. Heute würde er sein »business« mit Sicherheit nicht wiedererkennen. Er hatte zunächst in einem kleinen Betrieb am Jackson Square mit der Herstellung begonnen. 1898 bauten dann seine Kinder die Schokoladenfabrik Ghirardelli, indem sie eine alte Fabrik, die Old Woolen Mill, erweiterten. Das letzte Gebäude war der Clock Tower, North Point, Ecke Larkin St., bei dessen Bau sich der Architekt angeblich von dem Schloß in Blois an der Loire inspirieren ließ. Als die Fabrik geschlossen wurde, stand zur Debatte, sie abzureißen und stattdessen Luxusappartments zu errichten.

    Zum Glück fand sich ein vernünftiger Milliardär, dem dieses Bauwerk aus roten Ziegeln gefiel. Er kaufte es auf und beschloß, es in ein Einkaufszentrum zu verwandeln. Man fügte einige mit Pflanzen bewachsene Terrassen und kleinere Gebäude hinzu, aber ansonsten blieb der Bau im großen und ganzen erhalten. Das Ergebnis ist umwerfend. Ein Bummel durch die fünfzig Geschäfte lohnt allein schon, um sich ein Bild von dieser postindustriellen Umwidmung der ursprünglichen Architektur zu machen, auch wenn die Luxusboutiquen nicht unbedingt etwas für jedermanns Geldbeutel sind. Auf keinen Fall sollte man es verpassen, sich die Inneneinrichtung des Restaurants Mandarin anzuschauen und vom Dach aus einen Blick über die ganze Pracht schweifen zu lassen.
  • National Maritime Museum: Aquatic Park, am Ende der Polk St., westlich von Ghirardelli. T. 556-81 77. Mittwochs bis sonntags von 10-17h geöffnet. Enthält die Relikte alter Boote und Modelle. Schöne geschnitzte und bemalte Bootsbugs, Karten, Fotos, Kunsthandwerk der Matrosen usw. Eintritt frei.
  • Nebenan am Hyde Street Pier liegen wunderbar restaurierte Boote, darunter Thayer, ein großer Schoner, Eureka, einstmals größte Fähre der Welt, Hercules u.a. Die Balclutha, ein prachtvoller Dreimaster, ist und bleibt das schönste zu besichtigende Schiff. Das Interessanteste ist mit Sicherheit aber der Pampanito, ein U-Boot-Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg, am Pier 45. Tägl. von 9-18h zu besichtigen; im Sommer freitags und samstags bis 21h. T. 929-02 02. Leider nicht umsonst.
  • Believe It or Not Museum: Jefferson St., Ecke Taylor St. T. 771-61 88. Ripley war in den dreißiger Jahren ein Reporter im Stil von »Tim und Struppi«. Der Pressemagnat Hearst finanzierte seine Reisen durch die ganze Welt, von denen er sackweise seltsame Gegenstände und ungewöhnliche Anekdoten zurückbrachte. Man wird den Mann mit den doppelten Pupillen sehen und jenen, der mit einer eingepflanzten Kerze auf dem Kopf herumspazierte. Erstaunliches und Abartiges eben. Unsere Lachmuskeln wurden jedenfalls arg strapaziert. Die Sadomasos werden entzückt sein, denn als neueste Attraktion ist in diesem Museum eine Nachstellung des Zusammensturzes der Bay Bridge geplant ... das darf ja wohl nicht wahr sein! Ermäßigungscoupons findet man im Visitor´s News. Diese Museen existieren auch andernorts und so findet man mal Schrumpfköpfe, eierausbrütende Frauen, sechsbeinige Kühe oder einen Kerl, der mit seinen Augenlidern Gewichte heben konnte. Ansonsten verdammt teuer.
  • Guiness Museum of World Records: 235 Jefferson St., in der Nähe des vorigen. T. 771-98 90. Im Sommer von 9-23h, in der Nebensaison von 10-22h zu besichtigen. Freitags und samstags das ganze Jahr über sogar bis Mitternacht. Gegenstände aus dem berühmten Buch der Rekorde. Das Größte, das Kleinste, das Dickste ... nun ja.