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Indische Zeremonien

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Abstinenz bei indische Zeremonien
Feuerlauf auf glühenden Kohlen

Le Cavadee

Zu einem für die gesamte hinduistische Welt geltenden Zeitpunkt zwischen Januar und
Februar versammeln sich die festlich gekleideten Gläubigen an den Ufern eines Flusses und
bereiten einen mit Blumen, Früchten und anderen Gaben geschmückten Opferstock vor. Die
Bußgänger treiben sich lange Nadeln durch die Haut und tragen an silbernen Haken befestigte Zitronen am Körper. Nach Abschluß der Vorbereitungen setzt sich die Prozession in Gang, den hölzernen Opferstock auf den Schultern der pénitents, der Büßer. Auf dem Weg zum Tempel wird immer wieder angehalten, um zu tanzen und um Vergebung zu bitten.

Le Pandialé (La Marche dans le feu)

Von Dezember bis Januar sowie in der Zeit von Juli bis August findet in verschiedenen
Gemeinden rund um die Insel der traditionelle Lauf über glühende Kohlen satt. Der
eindrucksvollen Zeremonie geht eine zehn- bis zwanzigtägige Fastenzeit voran, welche die
Büßer nutzen, um sich in Abstinenz zu üben. Weder Verzehr von Fleisch noch sexueller
Kontakt sind erlaubt. Schon am frühen Morgen wird das heiße Kohlebecken entzündet, an
dessen Ende sich ein »Milchbassin« und ein Altar befinden. Bei Einbruch der Dunkelheit
bereiten sich die Büßer auf ihren Lauf vor, um dann hintereinander die glühenden Kohlen zu
überqueren. Hast oder Verbrennungen zeugen dabei von einer unreinen Fastenzeit.

Le Dipavali

Auch Fest der Lichter genannt findet das Spektakel in der Zeit von Oktober bis November
statt. Maßgeblich ist dabei der Tag des Vollmondes, der, ebenso wie die darauffolgenden, mit traditionellen Tanzdarbietungen gefeiert wird und häufig mit einem großen Feuerwerk endet.

Solange der nötige Respekt gewahrt wird, haben die Gläubigen in der Regel nichts gegen
Besucher einzuwenden. Erkundigen Sie sich sicherheitshalber vorher bei den
Fremdenverkehrsämtern über die Gepflogenheiten der verschiedenen Gemeinden. Die größten
indischen Feste finden in Saint-Pierre und Saint-André statt.