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Musik

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Musik

Bluegrass, Jazz und Country-Music

Mère Bulles: 152 2nd Avenue North. T. 256-1946. Der beste Jazzclub der Stadt. Drum trifft sich hier, wer up-to-date ist. Ambiente herzlich und schick zugleich. Ansprechende Auswahl an offenen Weinen. Jeden Abend steht hervorragender Jazz auf dem Programm.

Bluegrass Inn: 184 2nd Avenue North. T. 244-8877. Der Ort, wenn´s um Bluegrass geht. Wir bürgen für Tradition und Unverfälschtheit. Musik normalerweise von 21-2h morgens. Die Gruppen kommen aus dem ganzen Land. Kostet Eintritt. Anscheinend bisweilen aber eine etwas ruppig Bedienung.

Unter »Bluegrass« versteht man eine traditionelle Countrymusik, die auf elektronische Verstärker verzichtet, mit ihren polyphonen Klängen aber dennoch einen mitreißenden Rhythmus erzielt. Der »Bluegrass« entstand in den dreißiger Jahren und verdankt seine Popularität besonders Bill Monroe und seinen »Bluegrass Boys«.

Station Inn: 402 12th Avenue South. T. 255-3307. Auch hier echter Bluegrass ab 21h. An den Tischen und vor der Bühne sammeln sich die Dreißig-, Vierzig- und Fünfzigjährigen, den Mist an den Schuhen klebend, um den Gruppen zu applaudieren, die dort die heimatliche Scholle besingen. Das ist keine lasche low fat-Musik. Hier steigt man in tiefste Schichten des amerikanischen Wesens hinab. Ein Leser lobt unsere Adresse auch deswegen, weil die Musiküsse ohne elektronische Spielereien auskommen.

Gerst Haus: 228 Woodland St., T. 256-9760. Nach den tiefen Schichten nun die lichten teutschen Höhen: Sauerkraut, Bratwurst, Jodler, Krachlederne, Schrammelmusik. Heimatverbundene oder alle, welche die ewigen Top Twenty, lausige Chips und fade Hamburger satt haben: auf ins Gerst Haus, wo auch endlich wieder ein vernünftiges Bier erhältlich ist. Kevin Cox heißt der nette Kellner, der auch ein paar Brocken Deutsch rauskriegt.

Dusty Road: 214 Woodland St., T. Welche bitte, liebe Leser? Bietet Entspannung bei Countryklängen.

Irish Channel Pub: 514 Toulouse St. Mitten im Französischen Viertel schallt die Folkmusik auf die Straße und reißt alle mit. Guiness sorgt für Schmierung der Stimmbänder.

Bull Pen Lounge: 2nd Avenue und Stockyard Bd. T. 255-6464. Hinter dem Restaurant Stockyard gelegen. Eingang beim Parkplatz. Treffpunkt junger Leute, die zwar beruflich schon etabliert sind, aber ihre große Liebe noch nicht getroffen haben. Tanzmöglichkeit, was die Kontaktaufnahme erleichtert. Keine herausragenden Nummern, aber solide Countrymusik aus der Gegend. Humaner Eintrittspreis; unter der Woche sogar gratis.

Printer´s Alley: kleines Sträßchen zwischen 3rd und 4th Avenue, die die Church Street kreuzt, mitten in der Stadt. Hier wüteten sämtliche Country Song-Ensembles. Aber inzwischen ist es mit der Straße ziemlich bergab gegangen, und Pornoclubs haben sich dort eingenistet. Deshalb eher enttäuschend.

South Broadway: am Broadway, zwischen 3rd und 4th Avenue, findet man einige verkommene Kneipen, wo die kleinen Country-Zupfer sich ihr kärgliches Mahl verdienen. Obwohl es nach nichts aussieht, haben auch die bekanntesten Spieler mal hier angefangen. Unser Lieblingslokal ist Tootsie´s Orchid Lounge, 422 Broadway. Diese alte Kaschemme hat sich immer irgendwie über Wasser gehalten. Hier spielte, wer nebenan im Grand Ole Opry nicht durfte. Die Wände sind schwarz geworden von den vielen verlorenen Künstlerillusionen und vergilbten Fotos. Zwischen 9 und 2h treten alle auf, die den Durchbruch nicht schafften. Man weiß nicht, wer eigentlich die ärmeren Schlucker sind, die Künstler oder die Zuschauer. Pflichthalt, um einen Blick auf den langsamen Niedergang Nashvilles zu werfen. An der Straßenecke, neben dem früheren Grand Ole Opry, liegt Wanda and Louis Place, ein ähnlich heruntergekommenes Schuppen.

Cannery: 811 Palmer Place. T. 726-1374. Gäßchen rechterhand der 8th Avenue South, wenn man aus Richtung Broadway kommt. Ehemalige Konservenfabrik ganz aus Ziegelsteinen und in mehrere kleinere Säle unterteilt. An manchen Abenden legen sich drei oder vier Gruppen gleichzeitig ins Zeug. Je nach Abend verschiedene Stilrichtungen. Genießt einen hervorragenden Ruf. Was gerade läuft, erfährt man im Nashville Scene.

Ace of Clubs: 114 2nd Avenue South. T. 254-ACES. Der Club, der zur Zeit am meisten »in« ist. Sonntags bis donnerstags Livemusik, am Wochenende Disco. Verschiedenartigste Gruppen treten hier auf. Der beste Ort, um am freitags und samstags das Tanzbein zu schwingen. Schöne Jungs und hübsche Mädels.

Elliston Place: bei den Nummern 2200 und folgende eine Reihe Restaurants und Bars. Man stößt auf mehrere Rockbars: Exit-in (Nr. 2208), Grape Vine (Nr. 2206) und Elliston Square (Nr. 2219).

Die hohen Stätten der Country-Music

Wenn nun schon mal in Nashville, käme es einer Sünde gleich, sich nicht wenigstens einmal Johnny Cash, Willie Nelson, Dolly Parton oder Brenda Lee anzuhören. Alle diese Größen und noch etliche andere treten regelmäßig im Mekka der Countrymusik, dem »Grand Ole Opry« auf.

Grand Ole Opry: im Innern des Amusement Parks Opryland USA. Eine der größten Music-Hall-Bühnen in den Vereinigten Staaten. T. 889-3060. Montags geschlossen. Unter dieser Nummer erfährt man, welche Künstler auftreten und ob noch Karten erhältlich sind. Kartenverkauf vor Ort. Man bekommt meist gesagt, es sei alles ausverkauft, aber wer sich eine Stunde vor der Show einfindet, ergattert man häufig doch noch eine Karte, außer vielleicht samstags abends. Die Kasse ist dienstags bis donnerstags und sonntags von 9-16h geöffnet; freitags bis 21h und samstags bis 22h. Anfahrt: über die 40 East, dann dem Briley Parkway Opryland North folgen bis zum Exit »Opryland USA«, und schon ist man am Ziel.

Genauer gesagt, handelt es sich beim Gand Old Oprey um eine seit fast siebzig Jahren laufende Radioshow, die an jedem Wochenende von viermal 4.400 Zuhörern besucht wird und in dieser eigens errichteten Halle stattfindet. Rundherum entstand der gleichnamige Freizeitpark, der Achterbahn und Konzerte verbindet, ferner ein sehenswertes Hotel für 1.800 betuchtere Countryfans, die es sich zwischen Palmen, Wasserfällen und viel Glas gut sein lassen.

Nashville Palace: 2400 Music Valley Drive. T. 885-1540. Derselbe Weg wie zum Opryland, dann aber beim Exit 1213 abfahren. Eine Art Olympia von Nashville.