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Comida

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Speiselokale und Kneipen

Comida – Essen in Oviedo

Wer nicht viel Geld ausgeben, aber trotzdem in einer gemütlichen Atmosphäre sitzen möchte, für den kommen die Sidrerias gerade recht. Zu finden sind diese beliebten und zu jeder Zeit gut besuchten Apfelwein-Kneipen an allen Ecken und Enden der Stadt. Neben köstlichen Dingen vom Schwein und Meeresfrüchtegerichten wird dort der gute Apfelwein aus der Region kredenzt, alles zu akzeptablen Preisen. Übrigens gilt es als Fauxpas, sich selbst nachzuschenken: das ist Sache des Barkeepers bzw. Kellners. In Asturien kommt das Einschenken und Trinken des Cidre fast einem Ritual gleich: das Glas wird in einem Winkel von fünfundvierzig Grad gehalten und der Cidre aus einem Meter Höhe hineingegossen, damit er schön schäumt und sprudelt. Ein letzter Hinweis: die Spanier trinken den Rest im Glas nicht aus, sondern schütten ihn ... auf den Boden. Nun aber endlich ein paar Anschriften von Sidrerias:

Astur: Calle de Caveda 16. In dieser stets gut besuchten Sidreria stehen Bacalao, Chorizo mit Cidre, Schinken, Muscheln u.a. auf dem Speisezettel. Mal vom berühmten »Cabrales« kosten, dem charakteristischen Käse Asturiens; er wird mit ein paar Tropfen Cidre vermengt.
Sidreria Marcelino: Calle Santa Clara 6. Liegt unweit von der Altstadt. Hier ist immer was los und es herrscht eine nette Stimmung, vor allem mittags.
In der Calle Gascona stehen gleich mehrere Sidrerias zur Auswahl: Asturias, Ferroviaro Sidreria und Avelino.
Bar San Barnabe: Calle S. Barnabe 17. Beliebter, gemütlicher Treffpunkt mit viel Platz für zahlreiche Gäste sowie Riesenfässern an einer Seite. Der Wein fließt reichlich, damit die »Artesano Truffado-Pastete« (noch) besser rutscht.
Bar Marchica: Calle del Doctor Casal 8. Nicht zu verwechseln mit gleichnamigem Schickimickirestaurant nebenan. Im hinteren Teil des Raumes ist ein Speiselokal untergebracht, was aber normalerweise ziemlich leer ist. Die Leute hocken lieber in verräucherter Luft und lautem Krach in Barnähe. Meeresfrüchte sind hier so billig wie sonst nirgendwo. Auf der Speisekarte stehen außerdem leckere Fleischgerichte, Mollejas (Kalbsbries), Tintenfisch u.a.
Allerorten Bars, wo die leckeren Pinchos (Häppchen) zu bekommen sind: Brötchen mit Schweinebraten, fritiertem Hühnerfleisch, Salat, Tomaten usf.

Etwas nobler

Cabo Penas: Melquiades Alvarez 24. T. 22 03 20. Täglich mittags und abends bis Mitternacht geöffnet. Hunderte von Flaschen und unter der Decke hängende Schinken schmücken diese riesige Taverne, die sich in Oviedo hoher Popularität erfreut. Hier versammeln sich ganz unterschiedliche Menschen und verbreiten eine tolle Stimmung. Bei dem Hochbetrieb hat man sich auf einen Moment Wartezeit einzustellen, um einen Tisch zu ergattern. Im hinteren Raum hockt es sich am angenehmsten. Man kann aber auch an der Theke köstliche Tapas und kleine Gerichte des Hauses vertilgen: Callos »Cabo Penas« (hausgemachte Kutteln), Anchoa (hmmm!) Cazuela de pimientos, Lomo adobado del Bierzo (Rinderlende), geräucherter Schinken natürlich u.v.m.

Ganz exquisit

Marchica: San Barnabe 5. T. 21 30 27. Jeden Tag und abends bis 23.30h. Gibt sich vornehm, das Interieur ist jedoch eher durchschnittlich; unter den Gästen größtenteils Geschäftsleute. Hinsichtlich seiner Küche aber gehört das Restaurant zu den Spitzenreitern am Ort. Dass er den Kochlöffel zu schwingen versteht, beweist er mit vorzüglichen Fischgerichten: u.a. Mero à la parilla (gegrillter Stockfisch), Anguilas al pil-pil (Aal), Lenguado relleno de verduras y gambas (Seezunge).