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City

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EC: City

Leadenhall / Brixton

Leadenhall Market, Whittington Ave/Gracechurch St, EC1. U Bank. Mo-Fr 7-16h.

Über dem alten Römerlager feiert englische Dekorationskunst sich selbst. Sogar Veganer goutieren den bizarren Zuschnitt des Fleisches. Wer noch eines Blickfangs bedarf, meldet sich beim geräucherten Schellfisch oder beim Aal in Gelee (jellied eel), einem alten Cockney-Leckerbissen. Weil reichlich Beschäftigte der City zum Blitz-Snack einfliegen, fehlt es nicht an Häppchen, Käse, Gemüs´ und Getränk.

Südlich der Themse

Riverside Walk, unter der Waterloo Bridge, SE1. 500m sw von U Temple, 600m nw vom Bhf Waterloo. März-Okt Sa/So 10-17h, oft auch wochentags 8-12h.
Hervorragend sortierte Bücher zweiter Hand, massenweise billige Taschenbücher, breite Auswahl auch an Drucken, alten Landkarten und Manuskripten.

New Caledonian/Bermondsey Market, Bermondsey Square, SE1, T. 7969 1500. 900m östl. von U Borough, über Long Lane. Fr 5-14h.
Früh genug, sollte man meinen. Doch die Antiqui/Kuriositäten-Profis, die sich hier mit dem Krempel eindecken, der am Sa/So wesentlich teurer in der Portobello Rd auftaucht, haben bis 7h viele Schäfchen schon ins Trockene gebracht und schauen amüsiert bei einer Tasse Tee zu, wie die ersten Amateure eintreffen und keine Kracher mehr finden. Echte Sammler kommen also sehr früh (vor 5.30h fährt hier weder Bus noch U-Bahn) und bringen eine Taschenlampe mit, denn SE1 kann im Dunkeln Beklemmungen auslösen.
Bis gegen 1930 war New Caledonian nach Sonnenuntergang Londons Umschlagplatz für Diebesgut. Hier wurde man über Nacht reich – oder landete im Kittchen.

New Covent Garden, Nine Elms, Vauxhall, E1. www.cgma.gov.uk. U Vauxhall. Mo-Fr 3-11h, Sa 4-10h.
Als der alte Garden aus allen Nähten platzte, errichtete die Stadt 1974 einen neuen Großmarkt (23 Hektar, 2500 Bedienstete) nach Pariser Les Halles-Vorbild am Südufer der Themse, wo der Boden billiger war. Großhändler decken sich in „Londons Speisekammer“ mit allen erdenklichen Frischwaren ein (u.a. 180 Obst-, 160 Gemüsesorten). Touristisch von Belang ist v.a. die Blumen-Ecke, doch eine Eliza Doolittle sucht man vergebens. Und müsste bei 3 € Eintritt schon etliche Rosen kaufen, damit sich der Weg lohnt.

Greenwich Market, King William Walk bis Church St, SE10, T. 8293 3110.
Drei ausgezeichnete, recht günstige Märkte verteilen sich auf mehrere Ecken. Alle erreicht man über DLR Cutty Sark, Bhf Greenwich oder Greenwich Pier (Boot ab Westminster). Hier muss man nicht so entsetzlich früh raus wie in Bermondsey, um noch was zu ergattern, doch auch hier decken sich Portobello Rd-Händler ein.

Der Antiques Market (Greenwich High Rd, Sa/So 9-17h) hat Möbel & Tröbel, der Central Market (off Stockwell Rd) verteilt sich über Straßenstände (Sa/So 7-18h) und eine zauberhafte Markthalle (Fr-So 10-17h). Auf dem Crafts Market (College Approach, Do-So 7.30-17.30) wartet Antikes (nur Do), Teppiche, Holzspielzeug & Kunsthandwerk. Die erwähnte Markthalle gewinnt die meisten Pluspunkte: Second-Hand-Kleidung, Platten, Bücher und Möbel seit den 50ern. Auf dass niemand verhungere, gibt es daneben einen Food Market (Sa 10-16h).

Marktspaß in Brixton. Da Brixton lange als nicht vorzeigbar galt, wird sein Markt von vielen Reiseführern ignoriert. Dabei lohnt ein Besuch, weil er eine unbekannte Seite Londons zeigt und sich so bunt präsentiert wie kaum ein zweiter.

Brixton Market, Market Row, Pope´s Rd und Electric Ave, SW9. Bhf/U Brixton (Zone 2), oder Bus 2 ab Victoria. Mo-Sa 8-18h, Mi -15h.

Eng drängen sich Stände mit karibischen Früchten und afrikanischem Gemüse: Yams, grüne Kokosnüsse, Kochbananen jeder Größe und Farbe, Brotfrüchte usw. Farbige Verkäufer singen zu Bob Marley aus boomboxes lauthals mit, und ganz hinten, in der Brixton Station Rd, liegt dazu Krimskrams von gebrauchten Socken bis zu Schellackplatten von Satchmo. Vor dem Verhungern bewahrt uns die köstliche Caribbean Bakery (Granville Arcade).
Electric Avenue. Aus Eddy Grants Song bekannt, bekam diese Straße ihren Namen, weil sie eine der ersten in London mit elektrischer Beleuchtung war.