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Windsor

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Shakespeare und die Weiber

01753. 33 km westl. von London. 32.000 Ew.

Sprich: Uinn- ser (ohne d).

Willkommen im Biotop von Shakespeares lustigen Weibern, die den Lustmolch Falstaff veralbern. Im anheimelnden Berkshire-Nest an der Themse ist seit Georgs Zeiten nichts mehr passiert. Oder wenn, dann merkt´s keiner, weil alle Augen aufs Schloss gerichtet sind. Alas, an Shops & Pubs herrscht aber kein Mangel.

TIC: 24 High St, T. 743 900. www.windsor.gov.uk. Tgl. 10-17h, Juli/Aug 9.30-18h, Nov-März 10-16h.

Rundfahrt (50 min) im offenen Doppeldecker (T. 01708/866 000. www.guidefriday.com) ab Castle Hill März-Mitte Dez tgl. 10-16/17h alle 20-30 min. Ticket 10/8 €, Kind (5-14) 5 €, Familie 25 €.

Züge. SW halbstdl. von/nach Waterloo (55 min, day return 10 €). Bhf Windsor Central gegenüber vom Schlosstor, Bhf Riverside bei der Brücke nach Eton.

Busse. Green Line 700/702 von/nach Victoria Mo-Fr halbstdl. 7.45-18.45h, Sa/So stdl. 9-19h (55 min, day return 11 €, Kind 6 €).

Windsor Castle: Image und Öl für die Dynastie?

Entgegen einer landläufigen Ansicht ward Windsor Castle nicht nach der herrschenden Dynastie benannt. Im Gegenteil: Letztere übernahm 1917 die Bezeichnung des Schlosses, weil ihr deutscher Name Sachsen-Coburg-Gotha im Weltkrieg ihr Patrioten-Image zu beschädigen drohte. Weniger ums Image besorgt war drei Generationen später Elisabeth II. 1994 genehmigte die Königin Probebohrungen an der Schlossmauer, um ein unter dem Schloss vermutetetes Erdölvorkommen zu untersuchen. Ergebnis: BP wird nicht eines Tages von Windsor-Tankstellen ersetzt.

Wer spukt denn da?

Jedes ernstzunehmende britische Schloss hat seinen Haus-Geist; altgedientes Personal darf ihn gar beim Vornamen nennen. Nur auf Windsor liegen die Dinge anders: Das hat mehr Geister, als sich die Association for the Scientific Study of Anomalous Phenomena 2005 zu zählen traute. Einige darunter seien verblichene Royals, darunter natürlich Elisabeth I. (unbemannt), Karl I. (geköpft) und Georg III. (bekloppt). Durch den Kreuzgang der Dekanei schleppt sich dagegen Heinrich VIII. (zu oft verheiratet) - „schleifenden Schrittes und mit tiefen Seufzern“, wie die Association ermittelte.