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Yellowstone NP

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Park der Geysire, Grizzlies und Elche (Vorwahl: 307)

Ein Park von der Ausdehnung Korsikas und mit Unmengen wilder Tiere, wunderschönen Wäldern und klaren Bächen. Allerdings liegt im Winter und auch noch im Frühjahr mindestens ein Meter Schnee, so dass es unmöglich ist, den Park mit dem Bus zu durchqueren. Zugänglich für Busse ist er nur im Juni. Einige Straßen bleiben jedoch das ganze Jahr über geöffnet. Die Hauptattraktion des Nationalparks sind seine außergewöhnlichen vulkanischen Erscheinungen.

Der Waldbrand vom Sommer 1988 richtete verheerende Schäden an. Während lokale Brände in früheren Jahren verbissen bekämpft wurden, sieht man heute darin eine Art »natürliche Verjüngung« des Baumbestandes. Gefahr droht dem vom UNESCO-Komitee zum Welterbe erklärten Park neuerdings von Plänen, dort Bergbau zu betreiben. Ganz zu schweigen von schädlichen Umwelteinflüssen, die dem ältesten Nationalpark der Welt derart zusetzen, dass er bereits auf die »Rote Liste« der besonders bedrohten Weltnaturerbestätten gesetzt wurde. An dieser Entwicklung dürften die vielen Besucher nicht unbeteiligt sein. Die Masse macht´s eben.

1995/96 begann ein auf der Welt einmaliger Versuch: Innerhalb von zwei Jahren wurden im nordamerikanischen Yellowstone-Nationalpark 31 kanadische Timberwölfe wiederangesiedelt. 25 Wolfsrudel gibt es heute im Yellowstone Nationalpark und seinen Randgebieten - über 200 Wölfe. So hat sich das Ökosystem wieder seiner ursprünglichen Gestalt angenähert, da die großen Pflanzenfresser – insbesondere Elche und Wapitis – sich nicht unkontrolliert vermehren können und so letztendlich auch die Vegetation geschützt wird.

Anreise

Fünf Zugangsstraßen führen in den Park: West, South, East und Northeast Entrances sowie der Sylvan Pass.

Wenn irgend möglich, die deprimierende Zufahrt über die South Entrace vermeiden: die 30 km bis zum Yellowstone Lake fielen dem großen Waldbrand zum Opfer. Dagegen sollte man unbedingt den Ausgang über den Sylvan Pass und die Beartooth Scenic Highway Route 212 (Richtung Red Lodge) wählen, es sei denn, man möchte über den Ostausgang zurück nach Cody.

Die landschaftlichen Schönheiten sind gar nicht hoch genug zu loben, weshalb uns der Beiname »schönste 100 Meilen der USA« ausnahmsweise mal nicht übertrieben scheint. Der Scenic Hwy führt hinauf zum nordamerikanischen »Dach der Welt« (Top of The World), wobei die Paßstraße an ihrem höchsten Punkt über 3.000 m erreicht (9.300 ft)! Hier regiert das ewige Eis, weshalb die Paßstraße auch nur von Juni bis September geöffnet ist. Die Berge ringsum wachsen noch höher in den Himmel. Auch das Wapiti Valley nicht auslassen, eine urige Landschaft aus rotem Fels östlich von Canyon Village.

Verkehrsverbindungen

  • Ab West Yellowstone (Parkeingang): täglich vier Busse, die eine Tour durch den Park anbieten.
  • Ab Livingstone: laut Fahrplan fährt um 16h ein Bus der Yellowstone Co. ab.
  • Ab Jackson: täglich zwei Busse, Abfahrt vom Teton Village, 3 km nördlich.
  • Ab Bozeman: ein Bus täglich gegen 17.30h, der in West Yellowstone endet. Wer über Bozeman fährt, sollte unbedingt die Gelegenheit zur Besichtigung des kleinen Rocky Mountain Museums auf dem Campus der Universität von Montana nutzen: erstklassiger Indianerkopfschmuck und Rekonstruktion archäologischer Ausgrabungsstätten.
  • Billings: wunderschöne Bergstraße auf einer Höhe von über 3000 m zwischen Billings und Red Lodge. Nordöstlicher Zugang.
  • Eine Möglichkeit wäre es, sich mit anderen Leuten im Bus zusammenzutun und ein Auto zu mieten. In West Yellowstone , 2 km vom Parkeingang, harren ein Dutzend Autovermieter auf Kundschaft.
  • Der Ameripass gilt ausschließlich für die Greyhoundlinie Idahofalls-West Yellowstone. Für alle anderen Verbindungen zum oder innerhalb des Parks, auch solche, auf der Greyhoundkarte verzeichneten, muß man einen gesonderten Obulus entrichten.