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Pentagon und mehr * ReiseTops Online-Reiseführer /
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Wo die US-Militärmacht wurzelt

Orte der Macht und Ruhestätten

  • Arlington Friedhof: auf der gegenüberliegenden Seite des Potomac erstreckt sich der berühmteste Friedhof der Vereinigten Staaten (Plan A3). U-Bahn: Arlington Cemetery; T. 692-0931. Auf über 240 ha Fläche ruhen 175.000 amerikanische Soldaten. Östlich des Curtis-Lee Hauses brennt eine ewige Flamme über dem Grab John Fitzgerald Kennedys. Besuchszeiten von 8-19h, im Winter bis 17h. Sehenswert auch die vorbeiflitzenden Radfahrer mit Walkman und die Jogger, die zwischen den Gräbern herumsprinten. Das sollte sich mal jemand auf unseren Ehrenfriedhöfen erlauben! Auf amerikanischen Totenäckern wird´s immer lustiger: so beauftragt der Sterbende in spe sein Bestattungsunternehmen vielleicht damit, mit einem kleinen Champagner an seinem Grabe anzustoßen, ein anderer veranlaßt, Einladungen an Freunde und Verwandte zu senden, die sich auf einem Segelboot um seine Urne scharen und einen richtigen Totenschmaus veranstalten, bevor sie seine Asche laut Anweisung ins Meer streuen. Särge sind mittlerweile von Streifenmustern über poppige Malerei bis zu Graffiti erhältlich.

    Etwas vor dem Friedhof, an der Route 50, erhebt sich eine der gewaltigsten jemals gegossenen Bronzestatuen: das Marine Corps Memorial. Es gemahnt an alle seit 1775 gefallenen Marinesoldaten und stellt in Anlehnung an eines der berühmtesten Fotos der Welt die Soldaten dar, die 1945 die amerikanische Flagge auf der zuvor von Japan besetzen Pazifikinsel Iwo Jiwa hißten.

  • Das Pentagon: U-Bahn: Pentagon , T. 695-1776. Auch per Shuttlebus ab dem Weißen Haus. Geöffnet von montags bis freitags von 9-15.30h. Der Eintritt ist frei. Einem Fünfeck (Pentagon) nachempfundenes Hauptquartier des Verteidigungsministeriums, zugleich das größte Gebäude der Welt, aber das wird auch von der Lomonossow-Universität behauptet. Seine bewohnbare Fläche beträgt das Dreifache der des Empire State Buildings und es besitzt nicht weniger als 7748 Fenster! Eine Stadt für sich, mit Fluren einer Gesamtlänge von 28 km und 22.000 »Einwohnern« von denen vier Fünftel Uniform tragen. Besucher bekommen Fotos berühmter Persönlichkeiten und Bombermodelle gezeigt und einen Haufen völlig nutzloser Zahlen an den Kopf geschmissen, welche jedoch dem Durchschnittsamerikaner ein Gefühl völliger Geborgenheit vermitteln, der sich bei ihrem Klang so wunderbar verteidigt fühlt. Neugierige Europäer sollten dem Pentagon ruhig mal einen Besuch abstatten; ob dieser für das Verständnis des »Großen Bruders« hilfreich ist, sei dahingestellt

  • Watergate Building: 2650 Virginia Ave NW. Seit einigen Jahren recht bekannt. Man fragt sich nur warum, denn es gibt dort rein gar nichts zu sehen. Hat bei Wortschöpfungen wie Irangate, Waterkantgate etc. Pate gestanden.

  • Old Post-Office: Pennsylvania Ave und 12th Street, T. 289-4224. Dieses Gebäude vom Ende des 19. Jhs beherbergt heute ein Einkaufszentrum. Den Turm, von dessen Spitze aus man einen herrlichen Blick über Washington genießt, darf man kostenlos hinaufkraxeln. Geöffnet von 10-17 Uhr und, von April bis September, von 8-23.20h.

  • Bureau of Engraving and Printing: Ecke 14th Street und C Street . T. 447-9790. Besichtigung montags bis freitags von 9-14h. Die 1862 gegründete Druckerei produziert stündlich siebentausend Bögen, d.h. im Jahr einige Millionen Scheine. Hier erfährt man alles über das grüne Scheinchen. Drei wichtige Etappen kennzeichnen seine Geschichte. 1792 wird der Dollar in Form eines Geldstücks geschaffen; 1861 wird mitten im Bürgerkrieg das Papiergeld eingeführt; und 1929 schließlich erhält der »Greenback« seine heutige Form, Farbe und senen typischen Geruch. Nichts unterscheidet die 5, 10, 20, 50 und 100 Dollarnoten voneinander, außer dem Portrait, welches auf dem Medaillon abgebildet ist. Geldscheine bis zu einem Wert von 10.000 Dollar wurden in Umlauf gebracht. 1955 erschien erstmalig das obligatorische »In God we trust« Geldscheinen. Dies ist die einzige nur zweifarbig bedruckte Banknote der Welt. Es wird auch gezeigt, woran man eine gefälschte Banknote erkennt, was man machen soll, wenn man so eine Blüte entdeckt, und wie schwierig es ist, die Kunst des Geldfälschens zu erlernen. Eintritt gratis.

    Übrigens: das Wort Dollar leitet sich von deutsch (Joachims-)Thaler, also Taler, ab und galt als die englische Bezeichnung für die spanischen reales, von denen während der Unabhängigkeitskriege in den Kolonien mehr im Umlauf waren als englische Pfund.

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