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Sprung in die Ljubljanica

Charakter der Slowenen

Einst Gefängnis, heute Kulturtreffpunkt

Bereits vor 30 000 Jahren siedelten Menschen an der Stelle des heutigen Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien (übersetzt "die Geliebte"). Noch vor Christi Geburt legten die Römer den Grundstein zu "Emona", wie sie die Stadt an der Bernsteinstraße tauften. Nun zählt sie 300 000 Einwohner, davon zwanzig Prozent Studenten. In der verhältnismäßig kleinen Hauptstadt fehlen erfreulicherweise die Schattenseiten von Metropolen, wie z.B. eine hohen Kriminalitätsrate.

Auf dem Metelkova-Gelände schmachtete in den 1980ern Janez Janša, der ehemalige Premierminister, in Einzelhaft (ohne Toilette und fließendes Wasser). Seit den Habsburgern (die Ljubljana übrigens den Namen "Laibach" gaben) dienten die Gebäude als Militärgefängnis, nun wurden sie zum Kulturzentrum: Jugendherberge, Clubs, Galerien …

Seit Jahrhunderten blieb das Slowenische nahezu unverändert, weshalb auch Kinder alte Texte verstehen. Erwachsene haben meist gleich mehrere Sprachen auf dem Kasten und weisen ein hohes Bildungsniveau auf. Sie orientierten sich am Norden, vereinen Eigenschaften europäischer Völker: Fleiß, Bescheidenheit, manchmal Melancholie, Abenteuerlust, Strebsamkeit, aber auch Geiz und Langeweile (angeblich). Zukunftsorientiert sind die Slowenen, haben mehr Internetanschlüsse als die Bundesrepublik. Als höchste Tugend nennen sie die Ehrlichkeit.
Hobbys? Skifahren, Bergsteigen, Extremsport. Die Trinkgewohnheiten ähneln den der Briten, weshalb sie sich nicht wundern, wenn ein Engländer nach einem Saufgelage in die Ljubljanica springt

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