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Asyl in Griechenland?

Keine Kapazitäten für Flüchtlinge

Strikte Ablehnung Asylsuchender - Kritik von der EU

Strömen zehntausende Flüchtlinge ins Land, hat der Staat oft ganz schön damit zu kämpfen. Was tun, wenn er einfach nicht die nötigen Kapazitäten zum Auffangen der Notleidenden besitzt, wenn er sie abschieben muss, weil ihn die Situation überfordert?
In einer solchen Misslage steckt Griechenland. Überforderung geben Politiker als Grund an, die wachsende Zahl Asylbewerber nicht aufnehmen zu können. Zudem sei die Unterscheidung zwischen Wirtschafts- und politischen Flüchtlingen schwierig, denn die meisten reisten der Wirtschaft wegen nach Griechenland, vernichteten aber ihre Reisedokumente, um eine Herkunftsprüfung zu verhindern.

Die griechische Regierung bekommt wegen ihrer rigorosen Abschiebung (im letzten Jahr wurden von 25 000 Asylanträgen keine zweihundert gewährt) Kritik von der Europäischen Union zu hören. Diese begann zwei Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, u.a. wegen dem Vorwurf, griechische Beamte lehnten Asylanträge grundsätzlich ab, ohne Prüfung.
Dabei schuldet nicht nur Griechenland, sondern hauptsächlich die Dublin-II-Verordnung. Laut ihr ist stets der erste Staat, in dem der Flüchtling landet, für Asyl zuständig; wird der Bewerber dort abgelehnt und sucht in einem anderen Land Aufnahme, so schickt dies ihn an das erste zurück.
Ob es gerecht ist, einem Staat mit Außengrenzen alle Asylbewerber aufzubürden? Nach Griechenland strömen jährlich zehntausende, darunter hauptsächlich Afghanen, Afrikaner, Iraker und Pakistanis. Hier hülfe es, wenn andere Staaten die Flüchtlinge nicht nach Griechenland zurückschickten. Norwegen erklärte sich bereits dazu bereit.

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