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Von Diakopton nach Kalavryta

Tipps zur Weiterreise

Durch zahlreiche enge Tunnel und über schwindelerregende Brücken windet sich etwa viermal tägliche die kleine Zahnradbahn und durchquert dabei die malerische Landschaft längs der wildromantischen Schluchten des Vouraikos. Häufig passieren wir Engpässe und Tunnels.

Auf halber Strecke, nach ungefähr 45 Minuten Fahrt, laufen wir in den hübschen kleinen Bahnhof von Kato Zachlorou ein, einem Weiler drei Kilometer abseits der Straße nach Diakopton, von der eine Erd- und Schotterstraße abzweigt. Die Gegend ist besonders für Wanderungen ideal. Mehrere Hotels und Restaurants.

Hotel Romantzo: in Kato Zachlorou. T. 0692/227-58 und 223-96. Wer mit dem Zug ankommt, hat´s auch schon geschafft – der Bahnhof dient zugleich als Hotel. Wer mit dem Wagen anrückt, parkt sein Gefährt am Dorfrand und überquert zu Fuß die Schienen. Das gemütliche kleine Berghotel empfängt den Gast mit aller Herzlichkeit. Der Inhaber spricht Englisch und kennt sich in der Gegend bestens aus. Altmodisch eingerichtete Kemenaten, aber sauber und preiswert. Gute Suppe nach Art des Hauses und ein süffiger Wein aus eigenem Anbau. Trotz schlichter Ausstattung ist Erholung doch gewährleistet; selbst unter Schlaflosigkeit Leidende werden hier eine überaus angenehme Nacht verbringen.
Hotel-Restaurant Messinia: von Nikos Layakos geführt, einem polyglotten, umgänglichen Menschen, der zu seinen Gästen schnell Kontakt findet und im Dorf bekannt ist wie ein bunter Hund.

Das Megaspilaion-Kloster: 26 km von Diakopton an der Straße nach Zachlorou vor dem dortigen Bahnhof. Galt als eines der Schmuckkästchen Griechenlands, wurde aber 1943 von der Deutschen Wehrmacht in Brand gesteckt. Nach dem Wiederaufbau hat es viel von seinem alten Reiz verloren, ist aber immer noch sehenswert. Sein Gepäck sollte man vor der Besichtigung am Bahnhof deponieren. Einlaß von 8 bis 19 Uhr. Insbesondere das kleine Museum und die Kirche sind den Umweg wert. Die Kupfertür stammt aus dem Jahr 1800, die Schwarze Madonna aus Wachs wird hochverehrt und mit vielen Dankesgaben überhäuft (Ringe, Halsketten, Uhren). Ihre feingearbeitet Krone stammt aus Rußland. Die wundervolle silberne Tür zeigt ebenfalls detailgenau die Muttergottes. Die ganze Passionsgeschichte wird quasi als comicartige Bildfolge dargestellt. Prachtvolle Ikonostase aus geschnitztem Holz, Goldbrokate und eine verzierte Kanzel.

Das Museum hat kostbare Sammlungen von Trachten der Gegend, illuminierte Handschriften und Uniformen aus dem Befreiungskampf von 1821 aufzuweisen: weißer Rock, blaue, bestickte Jacke, rote Chechia, Gürtel und Pistole. Des weiteren sakrale Goldschmiedearbeiten, Ikonen, eine Himmelfahrt Marias aus dem 17. Jh., ein edelsteinbesetztes Evangeliar sowie ein massivgoldenes Kreuz aus Smyrna von 1600, an dem der Goldschmied elf Jahre lang arbeitete und darüber sein Augenlicht verlor. Hinzu kommen ein Triptychon aus dem 17. Jh. mit überbordender Fülle von Szenen und Verzierungen, eine Bilderbibel aus dem 12. Jh., entzückende bestickte Stoffe aus Rußland und Kupferstiche von 1813, welche die zeitgenössischen Portale abbilden. In der Reliquienhalle fällt die nahezu unversehrte Hand des heiligen Charalambos ins Auge. Oh Wunder! Daneben zwei seltene Schädelreliquiare.


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