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Schwerer Schlag für Züchter - Massenzuchten als Schuldige
Französische Austern sind in Gefahr, denn Herpes grassiert unter ihnen. Das Virus OsHV-1 schlägt solche Schneisen in den Bestand, dass in zwei Jahren nur noch zwanzig Prozent des heutigen Austernangebots zu essen sein werden. Nur der im letzten Jahr zum Essen gedachte Dreijährige bleibt verschont.
Es sei der schwerste Schlag seit vierzig Jahren, verkünden die 15 000 französischen Austernzüchter. Dabei ist Frankreich weltweit viertgrößter Austernproduzent, mit einer Produktion von 130 000 Tonnen im vorletzten Jahr (Umsatz: 266 Millionen Euro). Sowohl am Atlantik als auch am Mittelmeer leiden Muschelzüchter unter der Plage; Vorwürfe treffen besonders die Betreiber von Massenzuchten.
So wie in den Siebzigern die portugiesische Auster durch Viren zugrunde ging, scheint jetzt das Ende der japanischen Auster nahe. Nun müssen die Züchter zunächst die lebenden Muscheln von den toten trennen, eine lästige Arbeit. Gourmets hingegen begegnen der Krise auf ihre Art: Sie schlagen noch einmal tüchtig zu.