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"Haftstrafe" für Panteleimon - Olympiagelände in Athen
Panteleimon, Bischof von Attika, sitzt seit ein paar Wochen im Gefängnis: Sechs Jahre hat er aufgrund seiner Unterschlagung abzubüßen. Manch einer erinnert sich noch an seinen Namen, der vor drei Jahren im Zusammenhang mit vielen Skandalen der griechisch-orthodoxen Kirche genannt wurde: Prostitution, Bestechung, Affären, Drogenhandel, Schmuggel …
Nun wandte sich die Kirchenleitung an einige Minister, um Geistliche künftig in anderen Gefängnissen unterzubringen. Sie sollen ihre Strafe nicht in normalen Haftanstalten büßen sondern auf dem Peloponnes, im Kloster Ano Divri. Man darf gespannt sein, ob die griechische Regierung dem tatsächlich zustimmt.
Kleiner Schwenk auf ein momentan brandheißes Thema: Olympia. Vor vier Jahren fanden die Spiele im griechischen Athen statt, wozu spektakuläre Gebäude aus dem Boden gestampft wurden. Doch wie sieht's heute aus auf dem einstigen Sportgeländes?
Unkraut, Zäune und Verwahrlosung herrschen vor. Die geplante schöne Küstenlandschaft in Faliron liegt verstaubt und steinig in der Einsamkeit, und auch der versprochene größte europäische Park wartet noch auf seine Verwirklichung. Der Bauminister möchte letzteres Projekt durch Verkauf einiger Hektar finanzieren, doch der wird vermutlich noch einige Jahre auf sich warten lassen. Ein gutes Beispiel der griechischen Gemächlichkeit bietet die Marina der Segelwettbewerbe, die vor drei Jahren ausgeschrieben wurde. Noch wartet der auserwählte Betreiber auf die amtlichen Erlaubnisse.
11,2 Milliarden Euro verschlangen die Olympischen Spiele in Athen, obwohl es anfangs nur 4,6 Milliarden sein sollten. Daran werden die Griechen drei Jahrzehnte lang knabbern. Ob sie dabei auch darüber hinwegkommen, dass die schönen Versprechungen der Politiker noch lange Träume blieben werden? Die Geistlichen immerhin erfüllen sich ihren Traum. Knast im Kloster, in schöner Landschaft - was begehrt das Herz mehr?