Während sich manch einer mit nicht größeren Problemen herumschlägt als der Wahl einer passenden Krawatte, herrscht in Neapel seit vierzehn Jahren Notstand. Dort türmt sich noch immer Müll auf den Straßen, stellt sich die Frage: Wohin? Keine Gemeinde in der Umgebung möchte den Abfall entsorgen, die einzige offene Deponie befindet sich momentan in Salerno. Der übrige Müll, mehrere tausend Tonnen am Tag, bringt ein Zug in die Bundesrepublik zur Entsorgung.
In allen Orten wehren sich die Bürger mit Händen und Füßen, mit Straßenbarrikaden und Demonstrationen, gegen eine neue Deponie. Guido Bertolasos, Staatssekretär für den Müllnotstand, erkor Chiaiano mit seiner Tuffsteingrube zur Lösung. Dessen Bewohner sind davon jedoch überhaupt nicht begeistert; Experten widmen sich noch einmal der Grubenprüfung. In Pianura kämpften die Anwohner erfolgreich gegen den Plan zur Wiedereröffnung der stillgelegten Müllhalde.
Die neapolitanische Staatsanwaltschaft ermittelt derweil gegen etliche Personen, die mit der Lösung des Müllproblems betraut waren. Sie sind falscher Abfallverarbeitung und Müllhandel angeklagt.
Mehr rund um Italien