Während Italien mit dem vergleichsweise harmlosen Problems brennenden Mülls kämpft, schlägt sich Südafrika mit brennenden Menschen herum. Mindestens zwei Ausländer fanden ihren Tod bereits in den Flammen, die Südafrikaner über ihnen anzündeten.
Über drei Millionen Flüchtlinge aus Simbabwe leben am Kap. Wirtschaftshochburgen hätten mit dem Strom vermutlich keine Probleme bekommen, doch Südafrikaner darben ohnehin zu zwei Dritteln in Armut. Die Arbeitslosenrate beträgt mehr als dreißig Prozent; zudem explodierten die Lebensmittelpreise in letzter Zeit.
Seit letzter Woche überflutet die Gewaltwelle Johannesburg. Sie begann im Slum Alexandria mit einem Protest gegen die Regierung, die ihren Untertanen zu langsam bessere Lebensbedingungen beschert. Angesichts der Armut aufgrund steigender Lebensmittelpreise gewinnt ein Arbeitsplatz immer größere Bedeutung. Den nehmen jedoch Ausländer den Südafrikanern weg, weshalb diese sie nun umbringen.